Apr 7, 2021 | Politik

Thomas Hüser: „Laschets Brücken-Lockdown ist ein missglückter PR-Stunt“

Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident und Bundesvorsitzender der CDU, will die Pandemie mit einem „Brücken-Lockdown“ in den Griff bekommen. Sprach sich Laschet bislang immer für Lockerungen aus, wechselte er am Montag seinen Kurs und plädierte für einen kurzen, aber harten, Lockdown von zwei bis drei Wochen. Kommunikationsexperte und Industrie & Zukunft Herausgeber Thomas Hüser glaubt, dass Laschets Corona-Kehrtwende wertet  als missglückten PR-Stunt, der im Kanzlerrennen teuer werden könnte. Hüser sagte dem Magazin Focus: „Er relativiert fast unbewusst durch vage Aussagen seinen Standpunkt.“  Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer zeige, wie man einen Lockerungskurs glaubhaft vertrete könne. „Es ist also möglich, anderer Meinung als Markus Söder und Angela Merkel zu sein – und trotzdem erfolgreich und populär Politik zu machen. Aber nur wer Widerstand aushält, ‚härtet‘ seine Marke im politischen Wettbewerb.“ Hätte Laschet an seinem bisherigen Lockerungskurs mit einer klaren ökonomisch begründeten Argumentation unterfüttert, wäre das für Unionswähler plausibel gewesen. Hüser: „Er hätte einfach nur Kurs halten müssen.“

 

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