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Maximilian Schönherr

Apr 22, 2022 | Industrie

Spatenstich für neuartige Stahlschrott-Aufbereitungsanlage in Duisburg

Im Duisburger Binnenhafen entsteht eine Stahlschrott-Aufbereitungsanlage, in der hochwertiger Recyclingrohstoff (TSR40) für den Einsatz in den Duisburger Hochöfen von thyssenkrupp Steel produziert werden soll. Heute wurde der erste Spatenstich für die Anlage gesetzt. Sie ist Teil des vom Land NRW mit 6,4 Millionen Euro geförderten REDERS-Projektes (Reduzierte CO2-Emissionen durch Erhöhung der Recyclingquote bei der Stahlherstellung). Projektpartner sind die TSR Recycling GmbH, thyssenkrupp Steel, die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH sowie das VDEh Betriebsforschungsinstitut.

Durch eine spezielle Shredder- und Separationstechnik mit anschließender Online-Analytik und Dokumentationssoftware wird sichergestellt, dass der Recyclingrohstoff die erforderliche Qualität für den Einsatz im Hochofen von thyssenkrupp Steel erhält. Zugleich trägt die Anlage zur Senkung der CO2-Emissionen bei: Ein erhöhter Anteil von Recyclingrohstoffen führt zu einem verminderten Bedarf an Eisenerz und Kohlenstoffträgern (Koks, Kohle) bei der Stahlproduktion. Pro Tonne Recyclingmaterial kann im Hochofen etwa ein Tonne CO2 vermieden werden. Auf Basis der neuen Anlage können bis zu 260.000 Tonnen C02-reduzierter bluemint® recycled-Stahl produziert werden.

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