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Jun 14, 2021 | Industrie

RWE beginnt mit Bau des britischen Offshore-Windparks Sofia auf der Doggerbank

RWE, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Offshore-Wind, hat mit dem Bau des 1,4-Gigawatt-Offshore-Windparks Sofia in Großbritannien begonnen. Das Vorzeigeprojekt ist für RWE das derzeit größte im Bau befindliche Erneuerbare-Energien-Projekt.

Der Beginn der Bauphase ist einer der herausragendsten Meilensteine für das Projekt und der krönende Abschluss einer elfjährigen Entwicklungszeit. Im Jahr 2010 hatte ein Konsortium aus vier führenden Energieunternehmen – darunter RWE – im Rahmen der sogenannten „Leasing Round 3“ die Rechte für die Entwicklung von Offshore-Windenergie auf der Dogger Bank erhalten. 2015 erteilte die britische Regierung die Genehmigung zur Entwicklung des Projekts Sofia. 2019 hat RWE für Sofia in einer Auktion zur Förderung von Erneuerbaren Energien in Großbritannien einen Contract for Difference (CfD) erhalten und einen Preis von 39,65 Britischen Pfund je Megawattstunde (in Preisen von 2012) erzielt.

Im März 2021 schließlich traf RWE die Investitionsentscheidung für das Projekt und machte damit den Weg für die Gesamtinvestition in Höhe von rund 3 Milliarden Britischen Pfund frei.

Mit dem offiziellen Baubeginn wurden jetzt die Vorbereitungsarbeiten an Land gestartet, für die das britische Unternehmen Jones Bros Civil Engineering UK beauftragt wurde. Die Arbeiten beginnen in Teesside im Nordosten Englands. Dort errichtet GE Grid Solutions ab Anfang 2022 eine Hochspannungs-Gleichstrom-Konverterstation.

Ebenfalls Anfang 2022 sollen auch die Arbeiten an der sieben Kilometer langen Kabeltrasse an Land aufgenommen werden. Der Auftragnehmer für diese Arbeiten wird im Verlauf dieses Jahres bekannt gegeben. Für die Lieferung und Verlegung des Onshore-Exportkabels vom Anlandungspunkt zwischen Redcar und Marske-by-the-Sea zur neuen landgestützten Konverterstation hat RWE das Unternehmen Prysmian beauftragt. Von dort aus erfolgt schließlich der Anschluss an die bestehende Umspannstation des Übertragungsnetzbetreibers National Grid in Lackenby in Teesside.

Der Offshore-Windpark Sofia hat eine installierten Leistung von 1,4 Gigawatt (GW) und befindet sich auf der Doggerbank, 195 km vor der Nordostküste Großbritanniens. Mit insgesamt 100 Turbinen ist das Projekt der größte und am weitesten von der Küste abgelegene Offshore-Windpark von RWE.

Die Arbeiten auf See sollen 2023 beginnen, die endgültige Fertigstellung des Windparks wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Sofia ist weltweit das erste Projekt, bei dem die 14-MW-Windturbinen von Siemens Gamesa Renewable Energy zum Einsatz kommen, die neueste Offshore-Turbinengeneration.

RWE baut ihr Offshore-Portfolio in Großbritannien weiter aus. Neben Sofia errichtet das Unternehmen derzeit den 857-Megawatt (MW)-Offshore-Windpark Triton Knoll (RWE Anteil: 506 MW). Zudem treibt RWE in Großbritannien die Erweiterung von vier bestehenden Offshore-Windparks voran. Die Erweiterungsprojekte verfügen insgesamt über eine potenzielle installierte Leistung von rund 2,6 GW (RWE-Anteil: 1,3 GW). Zudem hat RWE sich vor kurzem in der jüngsten britischen Offshore-Windauktion zwei neue, benachbarte Offshore-Wind-Standorte – ebenfalls auf der Doggerbank – mit einer potenziellen installierten Gesamtleistung von 3 GW gesichert.

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