Jul 22, 2021 | Startups

Risikokapitalinvestitionen auf Rekordniveau

Investoren haben im zweiten Quartal dieses Jahres weltweit 157,1 Milliarden Dollar Risikokapital in Start-ups gesteckt – so viel wie noch nie zuvor innerhalb von drei Monaten.

 Damit stieg die Summe des ersten Halbjahres auf 304,3 Milliarden Dollar – das ist mehr als doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahrs (141 Mrd.). Das zeigt der neue Venture Pulse von KPMG, für den regelmäßig die globalen Venture Capital-Investitionen ausgewertet werden. KPMG-Partner Ashkan Kalantary: „Der Boom basiert im Wesentlichen auf drei Faktoren: die Investoren verfügen über reichlich Cash, die Unternehmen sind hoch bewertet, und es gibt rege IPO-Aktivitäten.“

Auffällig ist die wachsende Zahl der Länder mit „Mega“-Finanzierungsrunden von mindestens einer Milliarde Dollar. So konnten sich im zweiten Quartal unter anderem Northvolt (Schweden, 2,75 Mrd.) sowie die US-Unternehmen Waymo (2,5 Mrd.), SpaceX (1,2 Mrd.) und Epic Games (1 Mrd.) ebenso namhafte Summen sichern wie J&T Express (Indonesien, 2 Mrd.), BYJU (Indien, 1,5 Mrd.), Horizon Robotics (China, 1,5 Mrd.), Nubank (Brasilien, 1,5 Mrd.), Celonis (Deutschland, 1 Mrd.) und MessengerBird (Niederlande, 1 Mrd.). Ashkan Kalantary: „Diese Deals zeigen die Vielfalt der Branchen, in die Risikokapital fließt. Sie reichen von alternativen Energien über Fintechs, Bildung und Gaming bis hin zu Logistik und Raumfahrt.“

Neue Player mischen mit

Aufgrund vieler erfolgreicher Börsengänge in letzter Zeit und der wachsenden Angst, attraktive Investitionsmöglichkeiten zu verpassen, treten zunehmend auch neue Player auf den Markt, die bisher nicht zu den klassischen VC-Investoren zählten. Dazu gehören Staats- und Pensionsfonds ebenso wie Universitätsstiftungen und Family Offices.

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