Jan 15, 2021 | Startups

NUI-Regionenranking: Landkreis München bleibt Spitzenreiter

Im Landkreis München war es auch in 2019 am attraktivsten, ein (neues) Gewerbe anzumelden. Dahinter folgen der Landkreis Miesbach sowie die kreisfreien Städte Rosenheim und Leverkusen. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle NUI (Neue Unternehmerische Initiative)-Regionenranking.

Der langjährige Spitzenreiter, die kreisfreie Stadt Offenbach am Main, die in 2018 noch auf Platz 2 lag, fiel in 2019 auf Platz 19 zurück. Dagegen konnte sich der Landkreis Offenbach um zwei Plätze auf Rang 6 verbessern. Neu unter den Top-Platzierungen sind die Landkreise Teltow-Fläming und Marburg-Biedenkopf. Die Landkreise Ebersberg und Nordfriesland sind in die 20er-Spitzengruppe zurückgekehrt. Dagegen gehören die kreisfreien Städte Düsseldorf, Zweibrücken und Schwabach sowie der Landkreis Landsberg am Lech nicht mehr der Top-20-Gruppe an. Nur um Haaresbreite verfehlte Hamburg den Einzug in die Spitzengruppe.

Insgesamt zählen 8 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern (vor allem im Umfeld von München), sechs Landkreise und kreisfreie Städte in Hessen (Großraum Frankfurt a. M. und Wiesbaden), Berlin, Leverkusen (NRW), Baden-Baden (Baden-Württemberg) sowie je ein Landkreis in Schleswig-Holstein (Nordfriesland), in Sachsen (Görlitz) und in Brandenburg (Teltow-Fläming) zu den zwanzig Höchstplatzierten.

Berlin und Hamburg führen weiterhin im Bundesländer-Vergleich
In 2019 stieg die Gründungsneigung in den meisten Bundesländern leicht – nur Bremen, Berlin und Rheinland-Pfalz wiesen einen Rückgang auf. Dennoch konnte die Bundeshauptstadt ihren Spitzenplatz unter den Bundesländern vor Hamburg, Schleswig-Holstein, Hessen und Bayern behaupten.

Innerhalb eines Bundeslandes kann allerdings der NUI-Indikator stark divergieren: So finden sich zwar in Bayern acht sowie in Hessen sechs Kreise in der NUI-Spitzengruppe, andere Kreise dieser Bundesländer liegen aber nur im Mittelfeld oder im unteren Drittel des bundesweiten Rankings (Bayern: 46, Hessen: 9).

Der NUI-Indikator zeigt an, wie viele Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einer Region in einem Jahr neu angemeldet wurden. Entsprechend wirkt sich sowohl die Entwicklung der Gewerbeanmeldungen als auch die der erwerbsfähigen Bevölkerung auf den NUI-Wert aus. Als neue unternehmerische Initiative in einer Region werden neben Existenzgründungen auch Betriebsgründungen, Übernahmen und Zuzüge von Gewerbebetrieben sowie Aufnahmen einer gewerblichen Nebenerwerbstätigkeit berücksichtigt.

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