Jan 14, 2022 | Wirtschaft

Nicht Gas, Strom und Öl sind zu teuer, sondern der Staat

Ob Gas, Benzin oder Strom – die Energiepreise steigen von einem Allzeithoch zum nächsten. Der Staat könnte das ändern.

Ja, Energie ist in den vergangenen Monaten teurer geworden. Richtig teuer ist sie jedoch nicht: 1,66 kostet der Liter Super bei Aral, 92 Cent davon kassiert der Staat an Steuern und Abgaben. Ähnlich ist es beim Strom: Nur gut 24 Prozent des Strompreises entfallen auf die Kosten für die Erzeugung und den Gewinn des Anbieters. 51,4 Prozent sind Steuern, Abgaben und Umlagen. 24,5 Prozent entfallen für die Nutzung der Stromnetze. Bei Gas machen Beschaffung und Vertrieb nur 45 Prozent des Betrages aus, den der Endkunde zu zahlen hat. Die Abgabe für die CO2-Belastung macht 10 Prozent aus, Steuern und Abgaben machen 20 Prozent aus und die Netzentgelte 25 Prozent.

Vor allem ist es der Staat mit seinen Steuern und Abgaben der dafür sorgt, dass Energie teuer ist. Dabei sind günstige Energiepreise ebenso wichtig für die Wirtschaft wie für die Bevölkerung: Sie würden dafür sorgen, dass Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben und auch Menschen mit einem geringen Einkommen weder frieren noch in dunklen Wohnungen leben müssen.

Die hohen Energiepreise liegen nur zum Teil an den gestiegenen Preisen für Kohle, Gas und Öl. Einen großen Teil der Verantwortung trägt der Staat, der Unternehmen und Bürgern tief in die Tasche greift. Der Staat muss Energie nicht subventionieren. Es würde ausreichen, wenn er sie nicht künstlich verteuern würde.

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