Visunext Group
Micha Richter Fotografie

Jun 7, 2021 | Digital

Hoher Digitalisierungsbedarf führt zu 115 Mio. Euro Umsatzrekord bei visunext Group

Die visunext Group, Europas führender AV-Spezialist und Experte fürPräsentationstechnik, Konferenzraum-Ausstattung und digitale Bildungsräume aus Emsdetten, erwirtschaftete im letzten Geschäftsjahr, das am 31. März 2021 endete, einen Gesamtumsatz von 115 Mio. Euro. Das sind 44 Prozent mehr als im Vorjahr (80 Mio. Euro). Das 2003 gegründete Unternehmen ist unter dem Namen Beamershop24 als deutscher Marktführer für den Vertrieb von Beamern und Leinwänden bekannt geworden. Seitdem hat sich der Hidden Champion mit aktuell 160 Mitarbeitern und europaweit mehr als 800.000 Kunden zu einem der führenden Anbieter auf seinem Gebiet entwickelt. Das Angebot umfasst die gesamte Hardware für professionelle Konferenzraumtechnik, digitale Bildungsräume, Audio- und Video-Streaming sowie Heimkino-Ausstattung. Heute befinden sich mehr als 15.000 Produkte im Portfolio.

Die visunext Group berät Firmen, öffentliche Einrichtungen und Privatkunden zu Audio- und Video-Lösungen. Christoph Hertz, Gründer und Geschäftsführer der visunext Group, erklärt: „Wir beraten individuell nach Raumanforderungen. Und wir sind unabhängig bei der Auswahl der Technik. Das unterscheidet uns von anderen Unternehmen am Markt.“ Der Anteil des B2B-Geschäfts am visunext-Gesamtumsatz liegt bei ca. 50 Prozent. Ein Viertel entfällt auf Bildungseinrichtungen, Museen und andere öffentliche Einrichtungen, weitere 25 Prozent auf Privatkunden.

Marken und Produkte

Die visunext Group unterhält fünf E-Commerce-Plattformen für Unternehmen und Privatkunden. Dazu zählen visunext / Beamershop24, Edu.de, Beamer-Discount, und Heimkino.de. Mit den Eigenmarken celexon und DELUXX ist die Gruppe zudem als Hersteller von Leinwänden und Zubehör aktiv. Von der langjährigen fachlichen Expertise der Mitarbeiter profitieren Unternehmen und Privatkunden gleichermaßen – egal, ob es um das große Bild für die nächste Fußball-EM, die Video-Wall auf dem Messestand oder Streaming-Technik für zahlreiche Zuschauer geht. Die visunext Group erstellt leistungsstarke und funktionale Raumkonzepte in jeder Größenordnung für die optimale Sound- und Videoqualität.

Schon heute ist absehbar, dass Unternehmen auch nach Corona Videokonferenzen nutzen werden – nicht zuletzt, um Reisekosten zu sparen. Ein Teil des Teams ist aus dem Büro, die anderen sind aus dem Home-Office oder aus anderen Niederlassungen zugeschaltet. Dieses hybride Szenario steigert die Anforderungen an die Meetingräume immens. Jeder am Konferenztisch muss gut zu hören und gut zu sehen sein. Dafür sorgen intelligente Kamera- und Mikrofonsysteme von namhaften Herstellern.

Unterschiede bei Videokonferenzen sind groß: Im 1:1 greifen die Unternehmen auf Teams, Zoom, Google Meet und andere zurück. Die Qualität ist abhängig von der Kamera und dem Mikrofon. Sobald mehrere Personen in einem Raum zugeschaltet werden, zeigt sich, ob die Technik ein gutes Bild und gute Akustik ermöglicht. visunext wählt die Technik nach Räumlichkeit, Teilnehmerzahl und Software-Infrastruktur aus. Technik, die bereits zur Verfügung steht, wird integriert. Dazu kommen drahtlose Signalübertragungsprodukte und Präsentationstechnik, wie smarte interaktive Flipcharts. „Es entstehen individuelle Raumlösungen, die externe Mitarbeitende hybrid und gleichwertig einbeziehen“, sagt Hertz. „So gibt es keinen Nachteil für diejenigen, die sich von außen zuschalten.“

Streaming ist ein weiteres großes Thema des mittelständischen Betriebs aus dem Münsterland. Unternehmen nutzen zunehmend die Möglichkeiten der digitalen Liveübertragung für Produktpräsentationen, für die Ansprache der Mitarbeiter in der internen Kommunikation oder für Fortbildungen. Aber auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Universitäten oder Museen sind zunehmend darauf angewiesen. Die Emsdettener richten die Räume ein, die Kunden ohne Vorwissen und mit einfachen Mitteln Live-Schaltungen für eine große Zahl an Zuschauern ermöglichen. Die Technik, die dafür benötigt wird – also Mikrofone, Kameras und Bildschirme und auch das Setup – ist heute auf einem hohen technischen Stand. Gutes Streaming funktioniert so ohne großes Kamera- und Regieteam und ohne Videoschnitt-Experten.

Geschichte des Unternehmens

Direkt nach dem Abitur gründeten Christoph Hertz und sein Schulfreund Matthias Hemesath 2003 das Unternehmen, damals mit dem Fokus auf den eigenen Onlineshop Beamershop24. „Eigentlich wollten wir nur die WG-Miete für das anstehende Studium verdienen. Das Potential war noch nicht erkennbar,“ sagt Hertz. Die ersten Verkäufe von Beamern liefen über ebay. Bis 2008 hatte sich das Unternehmen mit Beamershop24 im deutschen Online-Geschäft etabliert. In den vier darauffolgenden Jahren folgte die Expansion in europäische Länder, 2016 in die USA. Das Wissen um Produkte und Marken war die Grundlage für den Aufbau des B2B-Geschäftes. visunext ist seit Gründung profitabel – nicht gewöhnlich für ein kostenintensives digitales Geschäftsmodell. Einzig für die Übernahme der Kölner Projektor AG im Jahr 2014 haben die Unternehmer Fremdmittel aufgenommen. „Wir sind froh darüber, dass wir unser Wachstum bislang ohne Venture Capital oder Private Equity finanzieren und unseren Gesellschafterkreis seit Gründung konstant halten konnten. Das ist für ein kostenintensives digitales Geschäftsmodell wie unseres recht unüblich. Bei einer Gründung fünf bis zehn Jahre später wäre dies in unserem Bereich vermutlich nicht mehr möglich gewesen, da die Einstiegshürden und die Kapitalintensität rasend schnell wachsen“, sagt Hertz.

Ausblick

Corona hat die mangelhafte Ausstattung in vielen Bereichen des geschäftlichen Lebens, im öffentlichen Bereich, in Schulen, Unis, Stiftungen, Kammern, Ausbildungsstätten und in Instituten, aber auch in Sitzungssälen der Kommunen offengelegt. Die visunext Group plant das Geschäft in den Bereichen Konferenzraumtechnik und Streaming umfangreich auszubauen. Ein wesentlicher Treiber ist dabei der große Digitalisierungsbedarf, der während der Pandemie deutlich geworden ist und bei der teilweisen Rückkehr der Belegschaften noch entstehen wird. Für dieses Jahr rechnet er außerdem mit zusätzlichen Impulsen aus dem Sport: „Immer, wenn eine EM oder WM vor der Tür steht, steigt die Nachfrage nach Beamern rasant.“

Die erfolgreiche Entwicklung der visunext Group zeigt sich auch vor Ort in Emsdetten. Am Standort entsteht derzeit ein neues Bürogebäude mit 1.600 Quadratmetern. Hier werden nach Fertigstellung Anfang 2022 auf fünf Etagen die neuesten visuellen Produktlösungen vermarktet.

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