Lizenz: CC BY-SA 3.0
Michael Movchin / Felix Müller

Sep 21, 2021 | Industrie

Einbaupflicht von Kartenlesegeräten bremst die Elektromobilität aus

„Kreditkarten-Terminals an Ladesäulen sind ein echter Anachronismus. Wir bauen eine Ladeinfrastruktur für 2030 und darüber hinaus – da müssen wir auch beim Bezahlen auf zukunftsweisende Lösungen setzen“, sagt Dr. Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung und kritisiert damit den heutigen Bundesratsbeschluss zur Ladesäulenverordnung. „Wir müssen aufpassen, dass wir die Ladeinfrastruktur nicht bis in die Unwirtschaftlichkeit kaputt regulieren.“

Die Bundesregierung hat das Ziel zehn Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2030. Davon ist man weit entfernt. Es fehlen vor allem immer noch Ladesäulen. Der ZVEI ist überzeugt, dass eine bessere Ladeinfrastruktur die Kaufbereitschaft bei E-Autos stärker anreizt als eine weitere Förderung für die Anschaffung der Fahrzeuge selbst. Der nun verpflichtende Einbau von Lesegeräten für Debit- und Kreditkarten in bzw. an allen Ladesäulen wird den Ausbau der Ladeinfrastruktur und damit die Elektromobilität an sich ausbremsen. Der ZVEI hatte sich in den vergangenen Monaten – auch im Schulterschluss mit anderen Verbänden – dagegen ausgesprochen.

WEITERE ARTIKEL

Weitere Artikel

NRW: Handel mit Großbritannien eingebroche

Sowohl die Ein- als auch die Ausfuhren aus bzw. nach Großbritannien und Nordirland waren in diesem Jahr niedriger als vor der Corona Krise und vor dem Brexit. Die nordrhein-westfälische Wirtschaft importierte von Januar bis Juli 2021 Waren im Wert von 4,4 Milliarden...

mehr lesen